„Ich bin eine Leseratte“

Ein Freizeit-Leseprojekt für Schüler der 3. bis 6. Klasse

Seit Jahren führt die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gemeinsam mit der Hessischen Leseförderung und den Landesfachstellen für Bibliotheken in Thüringen und Hessen das Leseprojekt durch.

Lesen macht nur dann richtig Spaß, wenn dahinter kein schulischer Druck steht.

Im Jahr 2018 nehmen Büchereien folgender Städte an dem Projekt teil:

in Hessen:
Alheim, Beselich, Dietzenbach, Dietzhölztal, Elbtal, Gelnhausen, Großauheim, Gudensberg, Kelkheim am Taunus, Korbach, Künzell, Oberursel-Weißkirchen, Sterzhausen, Wetzlar, Zwingenberg

in Thüringen:
Arnstadt, Bad Berka, Bad Tennstedt, Hildburghausen, Kölleda, Neuhaus, Pößneck, Rudolstadt, Ruhla, Schmalkalden, Schmölln, Sondershausen, Suhl, Tambach-Dietharz, Zeulenroda-Triebes

Die Büchereien stellen jungen Leserinnen und Lesern der 3. bis 6. Klasse folgende Titel, die eigens für das Projekt ausgewählt wurden, zur Verfügung:

 



 
Viele Grüße, deine Giraffe (2017),
Megumi Iwasa / Jörg Mühle


Giraffe wohnt in der afrikanischen Savanne. Ihre Tage verlaufen eintönig und sie sehnt sich nach einem Freund. Also beschließt sie, einen Brief zu schreiben: »Du sollst ihn dem ersten Tier übergeben, das dir hinter dem Horizont begegnet«, sagt sie zu Pelikan, der gerade (ebenfalls aus Langeweile) einen Postdienst eröffnet hat.Und so findet der Brief seinen Weg zu Pinguin, der weit entfernt in der Walsee lebt. Eine echte Brieffreundschaft entsteht. Eines Tages beschließt Giraffe, ihren Brieffreund zu besuchen – und zwar als Pinguin verkleidet. Gar nicht so einfach, wenn man eine Giraffe ist! (© Verlagsgruppe Beltz)


Der Bärbeiß. Schrecklich gut gelaunt (2017),
Annette Pehnt / Jutta Bauer


Schlechte Laune hat der Bärbeiß am liebsten. Er mag die Sonne nicht, denn er könnte schwitzen. Regen kann er auch nicht leiden, da wird man ja nass. Und Besuch mag er sowieso nicht. Aber davon lassen sich die freundlichen Wesen in der Nachbarschaft nicht beeindrucken. „Dann werden wir das Besuchen eben üben“, meint das Tingeli. Es ergreift die Initiative, und am Ende entsteht eine fröhliche Gemeinschaft, in der alle den größten Spaß haben. (© Carl Hanser Verlag)
 
Mücke, Maus und Maulwurf - Die allernormalsten Tiere der Welt  (2016),
Bibi Dumon Tak / Meike Blatnik


Nicht jeder ahnt, dass Kellerasseln Kiemen haben, Ratten besonders kitzlig sind und Heringe mit dem Hintern sprechen. Leichtfertig halten wir Ameise, Igel und Ente für gewöhnlich, dabei haben in der Natur auch die allernormalsten Artgenossen die unglaublichsten Tricks auf Lager. Spatzen zum Beispiel vertreiben mit giftigen Zigarettenkippen lästige Parasiten. Turmfalken jagen Mäuse, indem sie ihren Urinspuren folgen. Und Blattläuse lassen sich zum Schutz vor Marienkäfern von Ameisen melken. (© Carl Hanser Verlag)
 
Wir Buddenbergs. Der Schatz, der mit der Post kam (2018),
Antje Herden


Die neunjährige Mia hat die trubeligste Patchworkfamilie, die man sich vorstellen kann. Da gibt es ihren großen Grufti-Bruder, die wilden kleinen Zwillinge, ihre liebevoll-chaotische Mutter, den grummelig-gutmütigen Opa, diverse Väter und natürlich Mias Sozusagen-Schwester und beste Freundin Lisbeth. Diese Geschichte beginnt eigentlich an dem Tag, an dem ein hundert Jahre alter Brief aus London bei Mia und ihrer Familie ankommt. Doch die Buddenbergs ahnen nicht, dass dieser Brief eine richtige Sensation ist. Deshalb geht er im normalen Buddenberg-Chaos auch fast verloren. Dabei führt er doch zu einem Geheimversteck in ihrer alten Villa – und zu einem echten Schatz … (© Fischer Kinder- und Jugendbuch Verlag)
 
Master of Disaster. Chaos ist mein zweiter Vorname (2017),
Stephan Knösel


Quentin bekommt nach den Sommerferien die Vollkrise: Stella, seine Erzfeindin aus der Grundschule, ist in seiner neuen Klasse gelandet. Ein Masterplan muss her, denn Quentin wird es keine Woche mit dieser Zicke aushalten! Tatkräftig unterstützt von seinem jüngeren Bruder Vincent folgt eine Flut von fiesen Streichen. Doch weder fiktive Liebesbriefe, eklige Spinnen noch eine Überschwemmung des Schulhofs vertreiben Stella. Und dann dreht Stella den Spieß um ... für Quentin wird es eng! (© Verlagsgruppe Beltz)
Luzifer junior 1 - Zu gut für die Hölle (2017),
Jochen Till

Luzifer junior lebt als Sohn des Teufels in der Hölle und soll den „Laden“ einmal übernehmen. Pech nur, dass sein Papa findet, Luzie sei für den Job noch viel zu lieb. Prompt schickt er ihn zum Praktikum auf die Erde. Denn wo bitte schön kann man das Bösesein besser lernen, als bei den Menschen? So landet Luzie im Sankt-Fidibus-Institut für Knaben. Da soll er sich bei Torben und seiner Bande abgucken, wie man so richtig fies und gemein sein kann. Die Frage ist nur, ob Luzie das überhaupt will! (© Loewe Verlag)

Die abenteuerliche Reise des Ballerinus (2018),
Arienne Bolt / Linde Fass

Zum Geburtstag bekommt Ravi eine Jahreskarte für Bennos Zoo geschenkt. Merkwürdig, von diesem Zoo hatte er noch gar nichts gehört! Als der Junge unbeabsichtigt ein Gespräch zwischen dem Metzger und Zoodirektor Benno belauscht, schwant ihm Böses. Er muss die Tiere in Sicherheit bringen! Zum Glück kann Ravi sich auf seinen Freund Sepp, den Kapitän der Ballerinus, und dessen kauzigen Papagei John verlassen. Zusammen entführen sie Elefant Kareltje, Äffchen Oskar, Löwe Hans und all die anderen Tiere. Ravi verspricht, jedes von ihnen nach Hause zu bringen. Und so beginnt eine aufregende Reise um die halbe Welt. (© Gerstenberg Verlag)

Sternschnuppensommer (2018),
Gideon Samson

Jakob verbringt die Ferien bei seinem Vater auf einer griechischen Insel, wo er Michális mit dem ansteckenden Lachen kennenlernt. Die Jungen schwimmen und schnorcheln gemeinsam im Meer, klettern auf Bäume, reiten auf Eseln oder sitzen in der Sonne. Die Tage fließen einfach so dahin. Es ist ein wunderbarer Sommer, der schönste überhaupt, findet Micha. Die beiden sind schon bald beste Freunde. Und als die fröhliche Puck dazustößt, wird alles noch schöner. Zu dritt essen sie Eis, lachen, tanzen auf dem Dorffest, betrachten die Sterne, erzählen sich Sternschnuppengeheimnisse und sind glücklich. Wenn es nur immer so bleiben könnte! (© Gerstenberg Verlag)


Damit möglichst viele Kinder an dem Projekt teilnehmen und sich als richtige „Leseratten“ erweisen können, gibt es von jedem Buchtitel in den Bibliotheken ausreichend Exemplare. Alle interessierten jungen Leserinnen und Leser sind aufgerufen, in die teilnehmende Bücherei zu kommen, sich zunächst eins der Bücher auszusuchen und ein Mitmachheft mit Fragebögen zu sichern. Nicht alle sechs Bücher müssen gelesen werden, aber eine richtige „Leseratte“ sollte schon drei bis vier schaffen. Zeit ist schließlich bis zu den Herbstferien.

Im Anschluss an das Projekt – also nach den Herbstferien – ist die junge Leserschaft aufgefordert, den Lesestoff in einem Heft zu bewerten und in Form von Zeichnungen auf Papier zu bringen. Für besonders eifrige „Leseratten“ lobt die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen Preise aus: zu gewinnen gibt es Buchgutscheine, mit denen individuelle Buchwünsche in der nächsten Buchhandlung erfüllt werden können.

Zum Abschluss des Projektes werden alle Schülerinnen und Schüler, die sich am Leseprojekt beteiligt haben, in ihre Bücherei zu einem Lesefest eingeladen.

Das Projekt „Ich bin eine Leseratte“ animiert Kinder nicht nur zum Lesen von spannenden Büchern, sondern auch dazu, den eigenen „literarischen Kritikerverstand“ zu entwickeln und sich auch kreativ-künstlerisch mit dem Lesestoff auseinanderzusetzen. 

Die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen stellt gemeinsam mit der jeweiligen Sparkasse vor Ort das Lesematerial sowie Arbeits- und Werbematerialien zur Verfügung. Die Stiftung verbindet mit der Durchführung des Freizeit-Leseprojektes gleich zwei ihrer Förderschwerpunkte miteinander: Die Stärkung von Bibliotheken und die Vermittlung kultureller Werte an Kinder.