Verena Landau

Stipendiatin im Künstlerhaus Willingshausen Sommer 2003

Die Künstlerin über ihre Arbeit

"Malen ist ein Bewusstseinsprozess - ein permanentes In-Frage-stellen, um dann im Resultat zu einer neuen Ordnung zu kommen, die nur für dieses eine Bild Gültigkeit hat. Der Prozess ist für mich mit dialektischem Denken vergleichbar, auch wenn er auf einer völlig anderen Ebene abläuft. Malerei ist für mich ein Medium, bei dem der Entstehungsprozess mit all seinen Irritationen, Fehlern und Spuren am Ende sichtbar und physisch begreifbar ist. Wieviel man dem Zufall überlässt, was davon für den Betrachter nachvollziehbar bleiben soll - das entscheide ich beim Arbeiten in jedem Moment. Im Vergleich zu anderen Bildmedien sind die verschiedenen Schichten, scheinbar Gegensätzliches, gleichzeitig wahrnehmbar. Das hat für mich ein unwahrscheinliches Potential: Die Möglichkeit, widersprüchliche Inhalte nicht nacheinander, sonder in dieser Gleichzeitigkeit mitteilen zu können. Diese Art der Wirklichkeitswahrnehmung ist für mich so nur durch Malerei kommunizierbar." (Zitiert aus einem öffentlichen Gespräch mit der Kuratorin des Künstlerstipendiums, Dr. Ulrike Lorenz.)

Abbildung

Kabinett, 2003
Öl auf Leinwand, 120 x 160 cm

Biografie

  • 1965 in Düsseldorf geboren
  • 1985 - 1988 Lehre als Buchbinderin
  • 1989 Übersiedlung nach Florenz
  • 1990 - 1993 Ausbildung und Lehrtätigkeit in historischen Maltechniken im Atelier "Charles Cecil Studios", Florenz
  • 1994 - 1999 Studium Malerei/Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig, bei Professor Arno Rink
  • 1999 Diplom
  • 2003 Stipendium im Künstlerhaus Willingshausen

Verena Landau lebt und arbeitet in Leipzig.

Homepage: www.verenalandau.de