Anja Köhne

Stipendiatin im Künstlerhaus Willingshausen Frühjahr 2012

Über die Künstlerin und ihre Arbeit

Anja Köhne lässt die Objekte, Orte und Landschaften, die sie findet, fotografisch auftreten wie auf einer Bühne, gestaltet sie zu Skulpturen oder inszeniert sich selbst – in der Serie von Selbstporträts – als eine nicht fassbare Person. Sie hinterfragt damit den Abbildcharakter der Fotografie und erforscht den Realitätsgrad des Motivs wie der Fotografie selbst. „Was, wenn alle Parameter zur Dechiffrierung einer Fotografie (z. B. Form, Raum, Material, Grenzen, Zeit, ...) ins Leere führen, sodass das Abgebildete keine eigentliche Abbildung von sich selbst ist, sondern ein Eigenleben führt – oder einfach nur ein Bild wird?“ Es geht ihr um die Diskussion über die inhaltlichen und ästhetischen Kriterien für das Fotografieren wie für die Fotografien selbst, bei der alle auf ihre Weise mitreden können.

Biografie

  • 1985 in Stendal geboren
  • 2005 - 2010 Studium der Bildenden Kunst an der Kunsthochschule Kassel in experimenteller Fotografie bei Prof. Bernhard Prinz
  • 2010 Abschlussarbeit „Haecceitas oder Die Welt so wie sie ist" wurde ausgezeichnet mit dem Akademiepreis der SparkassenVersicherung
  • 2012 Stipendium im Künstlerhaus Willingshausen

Anja Köhne lebt und arbeitet in Kassel.

Homepage: http://anjakoehne.blogspot.de/

Anja Köhne bei der Überreichung ihres Stipendiums
Fotografie, die Anja Köhne während des Aufenthalts in Willingshausen anfertigte