Susanne Wagner

Stipendiatin im Künstlerhaus Willingshausen Frühjar 2015

Über die Künstlerin und ihre Arbeit

Susanne Wagner ist eine Performance-Künstlerin der besonderen Art. Denn sie bezweifelt grundsätzlich jedes Verhalten. Was ist ein Verhalten? Ein Nicht-festhalten-können? Oder sich falsch halten?  Und: Was brauche ich, um mich verhalten zu können, an Motiven und Fähigkeiten, an Kleidung, an Objekten, an Orten? Wie viel Zeit habe ich dafür? Gibt es ein Zu-früh oder Zu-spät?
Susanne Wagners jüngste Arbeiten beschäftigen sich mit Situationen der Unterstützung. Und auch hier ist wieder klar, es geht eigentlich mehr um das Bedürfnis nach Unterstützung – und die Unmöglichkeit, eine angemessene zu finden. Denn die Objekte, die sie sucht und dafür zu Verfügung stellt, von Schaumstoffblöcken, Kissen und Decken bis hin zu Geschirr und Möbelstücken, sind eigentlich unangemessen. Zwar schaffen sie im wörtlichen Sinne eine „unterstützte“ Lage auf der Bodenmatte, die zu einer meditativen Ruhe führt, sie lässt sich aber nicht lange aushalten – und bringt durch die seltsame Auswahl an „Unterstützern“  einen verschobenen Kontext in die mentale Verfassung der Probanden.
Susanne Wagner möchte während ihres Stipendiums darüber nachdenken, in welchen Bereichen und in welcher Weise Personen in Unterstützungskonstellationen und Abhängigkeiten eingebunden sind und welche skulpturalen Verhältnisse sie darin entwickeln.


Biografie

  • 1983 wurde sie in Trier geboren

Absolventin der Kunstpädagogik und der Bildenden Kunst bei den Professoren Bernhard Prinz, Johanna Schaffer und Christian Philipp Müller an der Kunsthochschule Kassel

  • 2015 Stipendium im Künstlerhaus Willingshausen


Susanne Wagner lebt und arbeitet in Kassel.