Wanderausstellung

"Arisierung in Thüringen - Ausgegrenzt. Ausgeplündert. Ausgelöscht"

Die Ausstellung "Arisierung in Thüringen – Ausgegrenzt. Ausgeplündert. Ausgelöscht“ wird in verschiedenen Thüringer Städten gezeigt. 

Das Projekt ist von einer Gruppe engagierter Geschichtsstudenten der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter Leitung von Frau Dr. Monika Gibas in Kooperation mit der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und den Thüringischen Staatsarchiven erarbeitet worden.

Die Ausstellung dokumentiert an ausgewählten Thüringer Beispielen, wie bereits von 1933 an die organisierte Verdrängung der jüdischen Minderheit aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens erfolgte. Das Hauptaugenmerk gilt dabei Wirtschaftsunternehmen, die ihren jüdischen Inhabern entrissen wurden. Dargestellt wird zudem, dass die nach 1945 in Thüringen begonnene Rückübertragung alsbald beendet wurde und erst die deutsche Wiedervereinigung die Durchsetzung von Rückübertragungsforderungen der Nachkommen der Opfer ermöglichte. Die Dimension des begangenen Unrechts und die dramatischen Folgen für die Betroffenen werden durch den Blick auf Einzelschicksale besonders anschaulich.

Der Ausstellungskatalog ist in der s-selecta-Reihe der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen erschienen. Zusätzlich stehen Publikationen der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung zur Verfügung.

In Begleitung der Wanderausstellung werden Schulprojekte durchgeführt. SchülerInnen können unter fachkundiger Anleitung der wissenschaftlichen Projektleitung eigene Quellenstudien betreiben und in ihrer Heimatregion nach jüdischen Opfern nationalsozialistischer Verfolgung forschen. Die Ergebnisse dieser Schulprojekte werden im Rahmen der Ausstellung präsentiert.